Religiöse Stätte

In der Emme wurde früher Gold gewaschen. Um das Jahr 1500 verspätete sich eines Abends ein Goldwäscher aus den Niederlanden, weshalb er gegenüber der heutigen Kirche unter einem Felsvorsprung sein Nachtlager errichtete. Als er sein Nachtgebet sprach, hörte er jenseits der Emme bei der Bergruine «ein gar herrlichs, lieblichs und süesses Gesang», aus dem er schloss, «es müsste ein englisch und himmlisch Gesang seyn».

Von nun an blieb dieser Niederländer in der Gegend, und nachdem sich die Erscheinung des Goldwäschers im Volke herumgesprochen hatte und verschiedene wunderbare Heilungen erfolgten, wurde das vom Goldwäscher selbst errichtete Gebetshäuschen im Jahre 1520 durch eine Kapelle ersetzt.