Religiöse Stätten

Luthern Bad, ein Weiler vier Kilometer hinter Luthern Dorf am Fusse des Napfs, ist seit 1581 ein bekannter Marien-Wallfahrtsort, der im Volksmund auch „Einsiedeln des kleinen Mannes“ genannt wird. Auf den Rat der ihm im Traum erschienen Gottesmutter wusch sich damals der gichtkranke Jakob Minder in der von ihr gezeigten Quelle hinter seinem Haus und war gemäss Überlieferung sofort gesund. 1583 wurde dieses Ereignis von der Luzerner Regierung untersucht. Die Luzerner Obrigkeit liess daraufhin eine erste Kapelle bauen. 1752 wurde eine zweite, grössere Kapelle erbaut. An ihrer Stelle befindet sich heute der Parkplatz des Restaurant Hirschen. Die neue Wallfahrtskirche wurde nach Plänen des Luzerner Architekten August Boyer erbaut und 1950 eingeweiht.

Früher befand sich in Luthern Bad das Mutterkloster der Eremiten, welche hier auf ihren Dienst in den verschiedenen Einsiedeleien der Schweiz vorbereitet wurden. Von diesem ehemaligen Kloster sind heute nur noch der gewölbte Klosterkeller sowie das "Brennhäuschen" vorhanden.